Web Analytics Anbieter Omniture bekommt Finanzspritze

twitterlinkedin

WPP, das weltweit größte Medien- und Kommunikations­unternehmen, investiert 25 Millionen Dollar in Omniture – neue Partnerschaft entsteht

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen bietet den Kunden den weltweiten Einblick in alle digitalen und traditionellen Medienkanäle. Als Teil der Partnerschaft investiert WPP (CEO Martin Sorel, Foto) langfristig 25 Millionen US-Dollar in Omniture-Aktien.

Omniture erhält Geld von WPP - Martin Sorel öffnet sein Portemonaie

Die beiden Unternehmen werden in den Bereichen Technologieentwicklung, gemeinsame Datennutzung und Informationsaustausch sowie bei Beratungsservices kooperieren. Unterstützt durch neueste Technologien soll die Zusammenarbeit allen Marketingverantwortlichen besseren Einblick in das Konsumentenverhalten geben. So können Marketingmanager Umsatz und Gewinn ihres Online-Marketings steigern und ihre Ausgaben optimieren und managen.

Folgende Unternehmen der WPP Gruppe sind unter anderem an der Partnerschaft beteiligt: G2, RMG, Enfantico, Specialist Agencies VML und ZAAZ, Group M und Kantar.

Die wichtigsten Bestandteile der Partnerschaft:
– Gemeinsame Betreuung der Kunden
– Kooperation in Technologieentwicklung und Lösungen
– Austausch von Marketing-Know-How und Best-Practice
– Einsatz von Omniture-Beratern in WPP-Unternehmen
– Omniture Produkttraining für WPP-Angestellte

Konkret haben WPP und Omniture im Rahmen der Partnerschaft beschlossen, in den nächsten 12 bis 18 Monaten Marketingtechnologien, Daten und Untersuchungsergebnisse sowie Informationsprodukte von WPP in die Omniture Genesis Plattform zu integrieren.

Konkrete Beschlüsse sind immer gut… Und dann in Verbindung mit einem Finanzpolster. Klingt nach einer engen und notwendigen Partnerschaft.

twitterlinkedin

18 Antworten auf „Web Analytics Anbieter Omniture bekommt Finanzspritze“

  1. Wie kann es ernsthaft sein, dass WPP große Pressemitteilungen rausgibt und angeblich Omniture unterstüzt und auf der WPP-Webseite dann aber nur Google Analytics und Web Trends Codes gefunden werden. Das ist so eine typisch lächerliche amerikanische Blase, die nach dem Presseannouncement schon wieder endet. Zu durchsichtig für mich

  2. Wenn sich einer damit auskennt, würde mich aber noch ein fachlicher Kommentar interessieren: Was zB Razorfish mit den Atlas Daten machen kann und Google mit den GA-Daten, nämlich Segmentierungen, Profiling und ähnliches re:Media-Optimierung … darf Omniture das mit „seinen“ Daten eigentlich auch, respektive darf WPP das mit den OMTR-Daten? Sind das denn Omniture-Daten oder sind die dort nur im Kundenauftrag gespeichert? Oder steht im Kleingedruckten was von „Weiterverwendung in anonymisierter Form“?

    Im Grunde ist es doch das, was vielen Bedenkenträgern GA so unsympathisch macht – ist Omniture jetzt auch „böse“ und datenschutzrechtlich bedenklich?

    Hat jemand ´ne Ahnung und kann mir das erklären?

  3. Fehlt noch der Kommentar eines weiteren Ex-Nedstatlers …

    Also ich kann mich an Zeiten erinnern, als sich mindestens einer der genannten über diese Summe echt gefreut hätte. Aber die Zeiten ändern sich ja schließlich mit der Zeit …

    Von dieser Diskussion abgesehen ist das für WPP sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung – im Grunde die Richtung, die Razorfish schon vorher eingeschlagen hat (its all about data …), siehe auch den letzten Forrester Report zu „interactive agencies“.

    Nur seitens Omniture sehe ich derzeit außer dem Cash keinen strategischen Benefit, außer dass WPP nun als Reseller fungieren kann / sollte.

    Das Omniture Bashing finde ich auch unsinnig. Natürlich haben die ihre Schwächen und je nach kultureller Perspektive ist ihr Auftreten gegenüber Kunden/Prospects/Agenturen teilweise diskussionswürdig. Aber nicht alles von OMTR ist automatisch schlecht, manches ist sogar richtig gut. Aber das soll ja hier nicht schon wieder Thema werden; mich nervt nur der Automatismus des „Bashens“. Oder „Bashings“?

    gruß
    karsten

  4. Omniutre Bashing?
    Moment ma, Herr Elsner, waren Sie nicht vor kurzem noch bei Netstat und haben ordentlich laut gebasht, bevor Sie woanders anfangen mussten?

    Ist das schon so lang her?

    Ich denke, die WPP Einkaufstour geht sicher ganz klar Richtung Datensammlung. Aber schauen wir uns doch mal den Omniture aktien Kurs an. Der ist genau seit dem 30. Januar nämlich auf dem Weg nach unten. Die Banker sehen wohl eher die Finanzspritze, wie es hier so schön heißt, statt der Kooperationsmöglichkeiten.

  5. Och, wenn der Kanal wieder offen ist:

    Hallo Jens,

    ich glaube es geht bei diesem Deal nicht um den Nutzen für Omniture-Kunden (=Website-Betreiber), sondern um den Nutzen für WPP-Kunden (=Advertiser). Omniture brauchte bloß das Geld …

    Viele Grüße,
    Christian

  6. Da ja mindestens noch einer aus der Ex-nedstat-Riege fehlt …

    Mich würde mal interessieren für wieviele Kunden sich die Nutzung dieser gewaltigen gesammelten Datenmenge lohnt im Verhältnis zu dem Nutzen, den die Kunden bereits jetzt mit den vorliegenden Daten gewinnen können.

    Sprich: wieviel muss der Kunde investieren, um noch x-Prozent (oder sind es Promille?) mehr an Dateninformation (die relevant sind) zu bekommen und dann in Handlungsanweisungen zu interpretieren?

    Gute Nacht Jens

  7. Stimmt, trotzdem mache ich mir keine Sorgen. Und für mich steht „Tellerrand“ und „Zu denken geben“ auch nicht im Widerspruch.

    So, damit das hier kein Ex-Nedstat Treffen wird, von Personen, die immer noch rund um das Thema Web Analyse aktiv, können wir uns auch direkt austauschen…

    Gruß,
    Web Analytics Europa

  8. Hallo alle miteinander,
    da muss ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.

    Ich mache mir auch schon seit geraumer Zeit gedanken, wo das Schiff Omniture hinsegelt.
    Betrachtet man die letzten 3 Jahre, so lassen sich folgende Erkenntnisse zusammenfassen. Nach dem Zukauf „strategischer“ Lösungen, sei es technologisch alsauch geografisch steht nun der nächste Schritt bevor.
    Hier bin ich sehr stark auf der Linie von Christian, der genau erkannt hat, dass hier der ausschlaggebende Punkt die Zusammenführung von Daten ist. Egal ob WPP Omniture anbietet oder deren Kunden ein anderes Tool einsetzen, am Ende des Tages ist es leichtes Reccomendations zu erstellen, die eine optimale Vermarktung SÄMTLICHER Inhalte ermöglicht.

    Kann mich aber auch irren und Omniture braucht NUR Barmittel, um ihr Geschäft weiterhin aufrecht zu erhalten.

    Grüße

    Carsten

  9. Hi Christian,

    ja, dann sag das doch gleich, worauf Du hinaus willst…

    Es klingt auf jeden Fall so, als wäre es eine Ergänzung für euch Predictive Spezalisten.

    Aus Nedstat Sicht gibt es mir nicht zu denken.

  10. Hallo Ralf,

    ich wollte auf etwas anderes hinaus: Ich denke, die Bedeutung dieses Deals lässt sich nicht aus der WA-, sondern nur aus der Agentur-Perspektive erkennen:

    Was ist denn deren Agenda? Agenturen, insbesondere so große wie WPP, wollen kein zerstückeltes Bild des Marktes. Die hätten am liebsten einen einzigen Datenpool, der ihnen alles über die Gesamtheit aller Internet-Nutzer sagt, um ihre gewaltigen Budgets effizienter platzieren zu können (z.B. durch globales Targeting, globales Frequency Capping, etc.).

    Über ihre Töchter hat WPP ja auch schon ’ne ganze Menge Cookies im Markt. Allerdings hauptsächlich bei Medien-Websites. Wenn man diese Daten jetzt mit den wesentlich tiefer gehenden Daten kombiniert, die Omniture insbesondere von eCommerce-Websites hat, dann ist WPP anderen Agenturen auf einmal einen großen Schritt voraus.

    Wenn WPP dann auch noch „Vertriebspartner“ von Omniture ist, könnte das anderen WA-Anbietern schon zu denken geben …

    Gruß,
    Christian

  11. Da stimme ich größtenteils zu, um nicht mit meiner Antwort schuldig zu bleiben. Widersprechen möchte ich jedoch beim Exklusivitäts-Anspruch. Es kommt sehr stark darauf an, wie die Positionierung ist. Solange klar ist, dass man Omniture bekommt, wenn man mit WPP über Web Analytics spricht, ist das ok. Wenn jedoch zufällig immer Omniture die beste Wahl ist, wird es sehr unglaubwürdig.

    Aber stimmt, Christian, ich stelle auch – wie Du es so schön nennst – ein Bashing gegen Omniture fest. Ich werde doch hier nicht nur Omniture-Gegner als Leser gewonnen haben?

    Und, honk, ich denke beim Pricing für Web Analytics Anbieter musst Du noch mehr recherchieren. Schon bei der alten Regel (Jahres-Umsatz multipliziert mit Faktor 4 oder 5) wird für 25 Mio. kein Deal zustande kommen. Weit entfernt…

  12. Hallo Christian und Ralf,

    ich denke für die WPP Gruppe ein sehr guter strategischer Schritt und für Omniture wichtig (vielleicht finanziell, jedenfalls strategisch) wohl sogar ein Schritt vor einer möglichen Übernahme oder größeren Beteiligung.
    Die WPP Gruppe und andere grosse Agenturnetzwerke sind nicht darauf angewiesen, einem Kunden ein Analytics Paket auszuwählen und dabei unabhängig zu bleiben. Hier geht es um dauerhafte strategische Beratung und Optimierung und da kommt der Omniture Fuhrpark schon ganz professionell daher. Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und tippe tatsächlich mittelfristig auf Kauf.

    Viele Grüße,
    Oliver

  13. Hallo Ralf,

    bevor hier wieder das übliche Omniture-Bashing einsetzt, würde mich Deine Meinung genauer interessieren (über die 3 Zeilen hinaus).

    Zieht hier etwas Großes auf, worauf die anderen WA-Anbieter schleunigst eine Antwort finden müssen? Wächst zusammen, was zusammen gehört? Ich kann mir schon vorstellen, was WPP mit der enormen Datenmenge anfangen könnte.

    Oder ist es vielmehr so, dass das ein absehbarer Schritt von Omniture war und die anderen WA-Anbieter sich halt anders positionieren? Oder dass Omniture dringend auf das Geld angewiesen ist?

    @honk: 25 Mio. reichen bei Weitem nicht für Nedstat+Webtrekk. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede ;-)

    Beste Grüße,
    Christian

  14. Ich sehe nicht, was da wirklich konkret sein sollte – hört sich genau so konkret an wie alle anderen Pressemitteilungen amerikanischer Unternehmen zu Partnerschaften auch. Ich sehe auch nicht, was für einen Vorteil Kunden von WPP haben sollten – schließlich ist damit die unabhängige Beratung der Agentur vorbei und jeder Kunde bekommt automatisch „die beste“ Lösung empfohlen. Und wenn dann noch „Omniture-Berater“ im Unternehmen sitzen … muss sich WPP wohl bald in Omniture-Grün anmalen. Na herzlichen Dank.

    Ein gewöhnlich gut informierter Freund eines Freundes („FeF“) meinte, es sei wohl vielmehr so, dass OMTR dringend Liquidität braucht, und dass WPP hofft, dass die gekauften Aktien irgendwann mal wieder eine andere Richtung als Süden einschlagen. Dass sich der Invest von 25 Mios die nächsten Jahre durch Beratung wieder reinholen lässt, ist ja wohl mehr als zweifelhaft. Vielleicht kann ja mal ein Agenturmensch ausrechnen, wie viel Manntage dafür verkauft werden müssen.

    Alles in allem scheint mir der Deal recht zweifelhaft. Aber was weiß ich schon.

    Für das Geld hätte der Herr Sorel ganz Nedstat kaufen können, und Webtrekk noch dazu.

    Kann mir hier jemand diesen Deal erklären?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.