Schwächelt Omniture? – Eric T. Peterson äußert sich negativ zum Weltmarktführer

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Auf forbes.com gibt es einen aktuellen Bericht zu Datenproblemen und Reporting-Verzögerungen bei Omniture – Eric T. Peterson kommt als Web Analytics Experte zu Wort

Hier ein Auszug des englischen Forbes-Artikels:
Omniture, the Web’s most popular paid tracker of real-time online traffic data, has been intermittently giving its customers – high-profile sites including ESPN.com, Tribune Interactive and MiamiHerald.com – days-old and often useless visitor information for more than a month.

As major clients like these are left in the dark, the fast-growing company may be turning into an example of the perils of using Web-based software for timely data crunching.

Omniture, which didn’t respond to repeated requests for comment, serves many of the Web’s biggest media outlets and e-commerce sites, ranging from eBay and Wal-Mart to Time Inc., MSN and CBS. (Forbes‘ digital properties also use the service.)

Omniture Web Controlling

Omniture’s online software is designed to spit out up-to-the-minute and detailed numbers about what users are doing on those clients‘ sites. In theory, the service is fast enough to allow Web masters to respond quickly–media sites can move popular content to where it’s most visible, for instance, or an e-commerce site can put its fastest-selling items on its home page in minutes.

But in practice, customers of Omniture’s Web-based data services have experienced sporadic hiccups for days on end since the beginning of December, receiving data as much as two days late–long after it would be useful, in many cases.

ESPN.com and MiamiHerald.com both confirmed that they had been experiencing latency with the service, though they declined to elaborate on their problems. The digital wing of the Tribune Co., which owns newspapers such as the Chicago Tribune, the Los Angeles Times and The Baltimore Sun, found that its Omniture account was serving out-of-date numbers in late December, according to Rob Patton, the company’s vice president for business intelligence and analytics. The problem took around 48 hours to resolve, he says, and it hasn’t recurred since.

Omniture’s problem may have begun earlier. Michael Feiner, director of the U.K.-based Web consulting firm AEP Convert, says his clients have been experiencing day-and-a-half outages since the beginning of December.

„This kind of thing is critical for e-commerce operations,“ Feiner says. „At nine in the morning, you want to know what was selling well the previous day. If you have a lag of 36 hours, you can’t do that.“

Given Omniture’s silence on the subject, customers aren’t sure what technical problem could be causing the bottleneck. AEP Convert’s Feiner guesses it’s likely the result of quick growth–spurred by a string of acquisitions–overwhelming the company’s computing resources. Since Omniture’s initial public offering in 2006, the company has bought out several smaller firms, including the site-search company Mercado, analytics company Visual Sciences (nasdaq: VSCN – news – people ) and sales research firm Offermatica.

In the years since the company was founded in 1997 by Josh James and John Pistana, two Brigham Young college friends, Omniture has grown into the „juggernaut of Web analytics,“ says Eric Petersen, an industry analyst and blogger for Web Analytics Demystified. But with more than 5,000 customers, it may not be as responsive to complaints as it once was, he says.

„Omniture has done a great job of getting their customers to make efficient use of their data,“ says Petersen. „But when it goes away, it’s a problem.“

One hairy issue for sites that depend on Omniture for traffic numbers is determining which of a company’s advertisements are most effective, Peterson says. „If you’re spending beaucoup bucks on Yahoo! (nasdaq: YHOO – news – people ) ads, or running a campaign on MySpace of Facebook, Omniture tells you whether those ads are driving people to your site and ultimately driving sales,“ he says. „If it’s two or three days delayed, it’s a problem for everyone.“

„They take pride in being a software-as-a-service provider,“ says Petersen. „But when you provide software-as-a-service and the service fails, you’ve failed.“

Den gesamten Artikel hier: Omniture in der Kritik

Die Gerüchte stimmen also doch, schließlich hört man nicht nur in den USA von Problemen und Service-Ausfällen.

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12 Antworten auf „Schwächelt Omniture? – Eric T. Peterson äußert sich negativ zum Weltmarktführer“

  1. Ach ja, dies habe ich noch vergessen:

    Danke für die Blumen Oliver :-)

    Ich komme auf Dein Angebot zurück, sollte mich mein jetziger Arbeitgeber demnächst in Kurzarbeit schicken.

  2. Die Chance für die auf Beratung und Service konzentrierten Unternehmen gibt es meines Erachtens bereits schon lange. Nur wo sind diese?

    Alle Google Apps. (auch GA) sind auf den Massenmarkt ausgerichtet, was auch im Sinne der Unternehmensstrategie vernünftig ist.

    Google verfolgt die Zielsetzung über massenhaft Daten an den Hebel „Macht“ zu gelangen. Die Historie zeigt uns, dass es funktioniert. Eine schrittweise Vernetzung der Daten multipliziert diesen Effekt enorm.

    Jedoch:

    Im Vergleich zu der breiten Masse des kostensensitiven Endanwenders (der Gmail und Co. nutzt, aber in Blogs über Google lästerst), gibt es genügend Unternehmen, die in der Vergangenheit wie auch der Zukunft auf robuste, transparente und kontrollierbare Lösungen setzen und dafür auch GELD ausgeben wollen.

    Ich möchte nochmals an der Stelle betonen, dass ich von Lösungen sprechen. Denn Unternehmen die ein Standardprodukt mit kaum Flexibilität anbieten, werden mit der Beratung und dem Service meines Erachtens nicht weit kommen. Im Prinzip können diese sich hinter, neben oder auch gerne vor Google einreihen. Beratung und Service heisst kurzfristige Reaktion auf unterschiedlichste Kundenanforderungen, was in der LÖSUNG abbildbar sein muss.

    btw.

    Ich kenne kaum ein Unternehmen, welches nach der Unterzeichnung des Lizenzvertrags sich in persona beim Kunden regelmässig vor Ort zeigt.

  3. Na, endlich ist mal was los hier auf diesem Blog…

    Freue mich über jegliche Beteiligung, auch wenn anscheinend immer nur Diskussionen entstehen, wenn es um negative Themen geht.

    Und ich gebe Oliver recht, wir scheinen es sogar mit Inside-Experten zu tun zu haben.

    Bitte weiter so.

    (Und natürlich muss ich noch auf Karstens Frage des Frohlockens antworten: es ist nicht das richtige Wort, aber ich beobachte mit einer Mischung aus Überraschung, Entsetzen und Wohlwollen, wie negativ die aktuelle Stimmung gegen Google ist, egal ob Blogs, PR oder direkte Gespräche. Das ist die Chance für die wirklich auf Beratung und Service konzentrierten Unternehmen.)

  4. Du outest Dich ja hier gleich doppelt als funktionaler und technischer Experte beim Thema Web Analytics, ich bin beeindruckt. Darf ich Deine Adresse haben, wir stellen gerade ein.

  5. Bei „den Großen“ wird wegen einem zu hohen und nicht handelbaren Trafficvolumen (z.B. Obama-Peak) nur jeder x-te Besucher und Klick in das Datentöpfchen (DB) geschrieben. Danach werden sog. Hochrechnungen gefahren und die endberechneten Kennzahlen als gegeben akzeptiert.

    Warum wird dies so gemacht?

    Weil eine DB per se bei solch hohen Trafficvolumen Probleme beim Logging der Klicks aufweist oder aber mit einer sehr teuren und komplexen Hardwarelandschaft „aufgebläht“ werden müsste.

    Intelligentere Ansätze in Form von neuen Datensammel- und -verarbeitungsmodellen gibt es ja bereits, die aber meines Erachtens bei Omniture noch nicht „angekommen“ sind.

    Wenn man an dieser Stelle etwas zynisch sein darf, dann ist das alles aber halb so schlimm denn: Viele Experten aus der Webanalytics-Szene sind bereits zufrieden, wenn „Trends“ erkennbar sind.

    -> z.B. „Der Trend sagt, dass wir weniger Geld in den Online-Kampagnen „verbraten“ haben als im Vormonat. Jedoch kann ich Ihnen nicht sagen, ob die Kampagnen auch konvertieren… ;-)

  6. Naja, wenn man weiss wie Omniture bei „den Großen“ Daten sammelt, dann kann man nicht mehr von „funktionieren“ und „keinen Löchern“ sprechen. In der Statistik spricht man hier auch von einer sog. Stichprobe. Das erinnert dann schon sehr an Marktforschung und nicht an eine Analyse auf der Grundgesamtheit.

    Da gehen eben grundlegende Konzepte wie Data Collection in einer Datenbank und High-Traffic (insb. parallelisiert) unterschiedlichste Wege.

  7. Nanana … ;) da ist aber jemand enttäuscht.

    Zugegeben, es gibt Anbieter, die noch besseren Support haben; aber wenn es wirklich sein musste, haben wir noch immer Hilfestellung bekommen.

    Dass die Implementierung nicht ganz trivial ist, liegt ja auch an den sehr ausgefeilten und umfangreichen Reports, die man dann ziehen kann. Außerdem sichert das einige Arbeitsplätze im Consulting-Bereich ;)

    Mit Kritik würde ich eher am (fehlenden) proaktiven Support ansetzen – nur ein einziger Anruf ob denn alles läuft wie es sollte wäre nett. Statt dessen kommen ständig Mails, die mir OMTR-Schulungen, Summits und Seminare für teuer Geld anbieten.

    Man stelle sich vor man kauft einen Mercedes und dann kommt der Rat, noch mal eine teure Schulung zu machen, damit man den Wagen auch gescheit fahren kann …

    Von all dem abgesehen würde ich die in Forbes beschriebene Krise nicht so hoch aufhängen – schließlich ist „nur“ das Reporting davon betroffen. Solange Data Collection funktioniert und keine Löcher in der Datenhistorie entstehen ist doch im Grunde alles halb so schlimm.

    Wenn auch ein wenig peinlich – der Mitbewerb wird wohl frohlocken.

    Oder, Herr Haberich?

  8. Viele sagen das ja schon lange. Große Klappe nix dahinter. Wobei die software schon prima ist, sie muss nur mal richtig laufen … und die implementierung ist eine frechheit. von support mal ganz zu schweigen.

    > die haben damit erfolg

    -> noch. miese qualität spricht sich aber rum im laufe der zeit.

  9. Eigentlich nur eine bestätigung dessen, was viele schon wissen: Omniture macht ne riesen Marketing-Sause (auch in D), aber da steckt nicht halb so viel dahinter. (ich sag nur „einfache Implementierung“ :-))
    Typisch amerikanisch. Interessant nur: Die haben damit Erfolg!

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