Online Business wird für Gucci größtes Geschäftsfeld

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Schlechte Nachrichten für den Nobel-(Präsenz)handel: Die Luxusmarke Gucci will künftig vor allem im Internet wachsen

Der Gucci-Vorstandchef sieht im Online-Handel die Zukunft für den Abverkauf. Dabei begreift er vor allem Mass-Customization als großen Zukunftstrend für die Luxusartikel.
Gucci im Onlinehandel aktiver und aktiverLuxusartikler Gucci baut seinen Online-Handel aus
„Ich bin sicher, dass die Onlinegeschäfte künftig unsere größten Geschäfte werden“, erklärt Gucci-Group-Vorstandschef Robert Polet gegenüber der FTD Deutschland . Er sieht im Internet „eine fantastische Umgebung, um unsere Produkte zu verkaufen.“
Zunächst soll die größte Marke der Gruppe, Gucci sowie Yves Saint Laurent online gehen. Danach sollen Sergio Rossi und weitere Teile des Portfolios folgen.

Robert Polet sieht online als kuenftigen Hauptbusiness-KanalRobert Polet

Polet will seinen Kunden zudem Sonderwünsche erfüllen – zunächst im neuen Onlinegeschäft der Juweliermarke Boucheron: „Bei Boucheron.com können Kunden nicht nur online kaufen, sondern auch das Design mancher Stücke mitbestimmen.“ Das sei eine große Gelegenheit für Gucci, so Polet. „Es gibt einen wichtigen Trend; ich nenne ihn: Speziell für mich gemacht“, schwärmt Polet. Er sieht darin einen wichtigen Trend: „Menschen brauchen so stark wie möglich das Gefühl, dass nicht jeder diejenigen Dinge besitzt, die sie besitzen.“

Damit ist Gucci nicht die erste Luxusmarke, die den Trend Mass-Customization aufgreift. Weltweit beginnen Luxusmarken, die Chancen von Mass-Customisation-Techniken zu begreifen und sie für ihre Geschäftsmodelle einzusetzen.

„Customization selber verdirbt nicht den Luxusaspekt einer Marke, wenn der Rest des Marketings konstant bleibt. Zum Beispiel, wenn der Preis des Produkts hoch bleibt und die Genehmigung für den Kunden, ein Produkt zu individualisieren, zeitlich oder an ein bestimmtes Produkt, einen bestimmten Event oder eine bestimmte Zielgruppe begrenzt bleibt. Dann wird Customization ein ansprechender Teil des Luxus-Vertriebs“, hatte kürzlich die Luxus-Beraterin Uche C. Okonkwo erklärt, Mitinhaberin der Pariser Beratungsfirma Luxe etc und Autorin des Buch Luxury Fashion Branding . Die größte Herausforderung sei ihrer Meinung nach der pessimistische Ansatz, den Luxusunternehmen gegenüber Mass Customization einnähmen. Hier müsse laut Okonkwo noch mehr Umdenken geschehen.

Diese Meldung wurde Ihnen präsentiert von der Web Analytics Lounge.

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