Was macht eigentlich Josh James?

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Web Analytics wäre ohne ihn auf jeden Fall um einen erfolgreichen Unternehmer ärmer: Josh James gründete Omniture, verkaufte es an Adobe und hat bereits eine neue Firma am Start

Man kann ihn mögen oder nicht: erfolgreicher Geschäftsmann ist er. Nach internen Gerüchten nahm Josh James aus dem 1,8 Milliarden Dollar Verkauf von Omniture an Adobe immerhin ca. 300 Millionen Dollar mit nach Hause. Und da man davon auch nicht bis zur Rente durchkommt (…) ist der Unternehmer wieder aktiv und hat eine Business Intelligence Firma gegründet, nachdem er im Oktober 2010 Corda Technologies gekauft hatte. Cordas Fokus konzentriert sich auf Business Performance und Visualisierung von BI Kennzahlen.

Josh James Web Analytics

Nun, nachdem Josh James 10.000 Dollar für das Erraten des neuen Firmennames als Preisgeld ausgesetzt hat, wird er eine neue Firma ins Leben rufen, die sich auf Business Intelligence und dessen Visualisierung fokussiert. Dabei sollen alle Daten aus diversen Software-Tools und -Schnittstellen einbezogen werden können.

Nachdem er Adobe verließ, begann ein unschöner Rechtsstreit über Einhaltung von Verträgen, illegalen Mitarbeiterabwerbungen und weiteren Kleinkriegen. Aktuell laufen Verfahren James vs. Adobe und Adobe vs. James. Man kann also davon ausgehen, dass eine Schnittstelle zu Omniture/Adobe erst einmal nicht auf der To Do-Liste von Josh James steht. Das würde ihm schaden, schließlich ist der Mann, der sich auf dem einen oder anderen Omniture Summit bescheidenerweise auch gerne mal von Michael Buffer ankündigen lässt, doch über Jahre hinaus am Markt mit Omniture als Weltmarktführer aufgetreten. Wenn diese technische Schnittstelle also fehlt, verschließt er sich einige Türen.

Nichts desto trotz konnte James viele bedeutende Investoren einen, um zu investieren: Vice Presidents von Facebook, Omniture Co-founder Pestana und weitere Silicon Valley Experten. Es wird spannend, die weitere Geschichte und Geschicke von Josh James zu beobachten, der auch hier eventuell wieder den richtigen Riecher gepaart mit unternehmerischem Gespür und der nötigen finanziellen Absicherung beweisen wird.

Und auch anhand dieses menschlichen Beispiels sieht man, dass Web Analytics immer stärker zu Business Intelligence verwächst, Daten also gesammelt werden und in ein kluges und aussagekräftiges System zusammengeführt werden müssen. Alle Daten der Welt helfen nicht, wenn daraus keine Informationen gewonnen werden. Und aus Informationen müssen Erkenntnisse gefiltert werden, die das zukünftige (Online-)Geschehen beeinflussen.

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