Wie wird man Experte in Web Analytics?

twitterlinkedin

In der Internet World wurde vor kurzem diese Frage behandelt – den klassischen Spezialisten gibt es (noch) nicht

Lesen Sie hier den Artikel der Internet World
Eine feste Berufsbezeichnung gibt es nicht: Webanalytics-Experte oder Web­analytiker? Sicher ist, die Spezialisten, die aus Nutzerdaten Strategien zur Verbesserung von Webseiten, ihren Inhalten oder von Marketingkampagnen entwickeln, werden händeringend von Unternehmen und Händlern gesucht. „Der Bedarf ist enorm“, weiß Ralf Haberich, Marketingverantwortlicher für Europa bei Nedstat. Der Softwarehersteller verkauft Programme zur Auswertung von Daten und liefert wie seine Konkurrenz oft noch einen ­Berater, weil es an Fachleuten fehlt: „Webanalysetools werden daher meist als ­Statistiktools genutzt, aber nur selten als ­strategisches Handwerkszeug“, beschreibt ­Haberich die Folgen.

Ähnlich ungeordnet wie die Berufsbezeichnung ist auch die Aus- und Weiterbildung der Webanalytiker. In den Marketing- und Technikabteilungen arbeiten daher vor allem die selbst gemachten Spezialisten, die nach einem sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichen Studium oder nach einer Ausbildung zum Programmierer das Onlinemarketing für sich entdeckten, dort erste Erfahrungen sammelten und dabei auch mit Daten über Nutzer und Klickverhalten hantierten. „Viele rutschen über ein Studium ins Onlinemarketing, andere kommen über Suchmaschinenoptimierung oder Performance Marketing zur Webanalyse“, erklärt Frank Reese, Gründer der Berliner Beratung Ideal Observer, der selbst durchs Anwenden zum Webanalytiker geworden ist.

Wer sich aber zur Praxis das theoretische Rüstzeug für die Auswertung und das Verständnis von Nutzerdaten erarbeiten will, für den bieten sich als Einstieg die Kurse der führenden Anbieter von Statistiksoftware wie Nedstat, Coremetrics oder Omniture an. Diese kosten pro Tag um 500 Euro, ­basieren aber wie auch die Seminare und Zertifikate, die Google rund um sein Analytics-Tool bietet, nur auf einem System und arbeiten nur mit den Zahlen, die dieses liefert. „Sie genügen auf Dauer nicht, weil sie nur Grundlagen vermitteln“, meint Reese.

Web Analytics Spezialisten sind gesucht

Übergreifendes Wissen rund um die Datenauswertung vermittelt indes die Münchner Dialog Akademie (DDA) im Rahmen ihrer berufsbegleitenden Ausbildung zum Fachwirt ­Onlinemarketing. Eher auf die Weiterbildung von Praktikern ausgelegt sind hingegen die Base Camps der Webanalytics Association (WAA), der internationale Verband der Zahlenjongleure im Netz. Die Halb­tagesseminare finden meist im Umfeld der Branchentreffen Emetrics statt, die die WAA in Europa regelmäßig organisiert.

Inzwischen haben auch Universitäten und Fachhochschulen den Bedarf erkannt und Webanalyse in ihre Studiengänge integriert. So komplettieren entsprechende Seminare in Düsseldorf (FH), Frankfurt (Uni) und Wilhelmshaven (FH) die ­Fächer Wirtschaftsinformatik, Betriebs- oder Medienwirtschaft. „Die derzeit umfassendste und fundierteste Ausbildung bietet sicher das Fernstudium der University of British Columbia“, ergänzt Oliver Schiffers, selbst Absolvent der englischsprachigen Onlinekurse, die mit anerkannten Zertifikaten enden.

„Wer als Webanalytiker arbeitet, erfährt auf Konferenzen und einschlägigen Blogs die aktuellen Trends“, meint Reese. Insider-Blogs verlinken zu weiteren Diensten und diskutieren zudem oft auch weitere Aus- und Fortbildungsangebote.

Den gesamten Artikel lesen Sie hier: Web Analytics Experte

twitterlinkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.