Datenschutz-Paranoia

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Passend zur aktuellen negativen Stimmung rund um Datenschutz und Cookies hat nun auch das Thema Analyse und Datenauswertung den Weg in die TV-Berichterstattung gefunden

Leider wurde der WISO plus-Beitrag auf ZDFinfo nicht sauber recherchiert, sondern genutzt, um die – gefühlt 100 Jahre alte – Metapher zur Datenkrake erneut zu bemühen und Panik-Stimmung zu verbreiten.

Auf XING wird ebenfalls bereits darüber diskutiert, allerdings dies mal von Experten, die mit dem Thema vertraut sind: Web Analytics im Fernsehen.

Im Bericht werden Unternehmen wie Doubleclick und Webtrekk als böse Datenspione beschrieben. (Als Mitarbeiter von Webtrekk kann ich bestätigen, dass das Webtrekk-Team nicht wie dargestellt gekleidet ist…) Zusammengefasst bleibt jedoch ein gefährliches Halbwissen über den digitalen Weg der Nutzerauswertung. Im Artikel kommt dann noch der Fachanwalt und Experte für IT-Recht Axel von der Bussche als Interview-Gast zu Wort (dessen Name übrigens in Wirklichkeit Dr. Axel Freiherr von dem Bussche lautet, jedoch wohl auch hier nur halbherzig recherchiert), der formuliert, dass die Analyse der Nutzung eigentlich für überhaupt nichts nützlich ist, außer der Gewinnmaximierung von Werbetreibenden.

Einseitig berichtet, aber immerhin mit lustigen Spion-Männchen, die das ganze illustrieren sollen:

Web Analytics auf zdf neo


Schön wäre gewesen, ein Fazit von der Moderatorin zu hören, dass nun vor allem die Datenschutz-Experten von ZDF info mit Energie vorangehen, um ein Exempel zu statuieren und diesen Do Not Track Button auf der eigenen Website einbauen oder aber die eigens implementierte böse Analytics-Lösung etracker sofort aus dem Quellcode entfernen. Konsequenz und Meinungsmache stehen hier gegenüber.

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