22. MONTAGS-Interview – Heute: Jürg Stuker

twitterlinkedin

Web Analytics Europa interviewte Jürg Stuker, den CEO von Namics zu aktuellen Themen im Internet und Vorzeige-Projekten sowie privaten Interessen.

Juerg Stuker auf Web Analytics Europa

Jürg Stuker studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Zürich und war studienbegleitend angestellt in der Finanzanalyse bei der Bank J. Vontobel & Co. AG. Mitarbeit IT und später Informatikleitung bei einem Handelshaus für Rohbaumwolle, danach Entwicklungsleiter „Neue Technologien“ und Projektleiter für Integrationsprojekte bei der Polynorm Software AG. November 1999 bis September 2004 Partner von Namics und als CTO verantwortlich für die technologische Basis.

Wichtige Arbeitsgebiete umfassen „Accessibility“ (behindertengerechte Online-Angebote), Information Retrieval / Suchmaschinentechnologie und -optimierung, hochskalierbare Systemarchitekturen und Social Software.

Seit November 2004 CEO von Namics. Jürg Stuker ist Verwaltungsrat der Schweizerischen Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte, Verwaltungsrat von Swisscontent und Präsident der Technologiejury bei BestOfSwiss Web.

Frage 1:
Beschreiben Sie bitte das Kerngeschäft Ihres Unternehmens.

Namics ist Projektdienstleister und macht Unternehmen im Internet erfolgreicher. Wir bieten Konzeption, Umsetzung, Kommunikation und Betrieb von Online-Lösungen Aus seiner Hand und mit einem betriebswirtschaftlichen Fokus.

Frage 2:
Welches aktuelle Projekt ist so spannend, das Sie davon berichten möchten? Welche Ziele wurden verfolgt und wie ist das Ergebnis? (Gerne mit Screenshots etc.)

Vor einigen Tagen erblickte www.eon.de mit einem Kommunikationsfokus das Licht. Dabei stammt die Konzeption, Kreation so wie auch der Content von Namics. Oder das Projekt www.geldverstaendlich.de (von der Commerzbank), in welchem wir die technische Umsetzung des CMS-Systems (FirstSprit) verantworten. Oder der erste Online-Shop des grössten Schweizer Detailhändlers unter www.melectronics.ch mit einer umfassenden Prozess- und Backendintegration (SAP, Hybris und Cellum).

Neue Website von E.ON - Konzept von namics

Frage 3:
Welche Key Performance Indikatoren sind für Ihre Kunden generell wichtig? (Bitte keine „es kommt darauf an“-Antwort…)

Wichtig ist der Zusammenhang mit geschäftlichen Zielen. Bei Commerce-Projekten ist es Cost per Lead und Cost per Sale für die Werbemassnahmen, durchschnittliche Warenkorbgrösse, Marge auf dem Einkauf und Quelle der Kaufaktion (onsite und offsite) sowie Metriken zum Kunden selbst wie Newsletter-Anmeldung und Kategorieinteresse. Bei Kollaborationssystemen sind es andere Indikatoren.

Frage 4:
Welche aktuelle Online-Entwicklung verfolgen Sie mit großem Interesse und halten Sie auch für die nächsten Jahre noch als relevant?

Anwendungen die sehr stark von Kontext des Users abhängen. Beispielsweise mobile Anwendungsfälle wie „bored now“, „repetetive now“ oder „urgent now“ und die Herstellung des Kontext selbst. Also Geocodierung, Zeitabhängigkeit und soziales Netzwerk. Implizit damit verbunden sind mobile Endgeräte die in der Nutzung mit dem User verschmelzen, von ihnen also nicht als Computer wahrgenommen werden. Ausserdem die Thematik der kanalübergreifenden Datennutzung insbesondere bei Produktdaten.

Frage 5:
Wo sehen Sie Ihr Unternehmen 2020? Mit welchen Herausforderungen werden Sie dann konfrontiert sein?

Ui 2020 ist weit weg – ich weiss doch nicht mal, was in 5 Minuten geschieht ;-) Im Rahmen unserer Strategie ist klar, dass technische Artefakte in den Hintergrund rücken. Begriffe wie E- oder Internet sind verschwunden, da die Existenz von Online und die Funktion der Systeme selbstverständlich sind. Es werden Geschäfte gemacht und kommuniziert, der Kanal ist zweitranging und Online wahrscheinlich primär. Zudem ist es klar, dass die Wichtigkeit von Dialogmedien und –systemen über leicht erreichbare Netzwerke noch höher und somit in den meisten Unternehmensprozessen verankert ist.

Für Namics bedeutet das, dass unser Mitbewerberumfeld breiter ist und unsere Leistungen unternehmenskritischer.

Frage 6:
Auf welchen Portalen/Blogs etc. informieren Sie sich?

Ausgangspunkt ist sehr häufig das Namics Intranet in welchen alle Mitarbeiter als Filter funktionieren und auf spannende Artikel und Quellen hinweisen. Zudem folge ich auf den sog. sozialen Plattformen vielen Personen, deren Aussagen ich schätzen gelernt habe, und den Blogs aller Namics-Mitarbeiter. Nicht von Interesse sind für mich Aggregatoren und Firmennews.

Frage 7:
Welche Themen aus Ihrem privaten Umfeld haben direkten Einfluss auf Ihren Beruf?

Ich verbringe gerne viel Zeit mit Menschen, höre zu und bin so neugierig, dass ich fast alles ausprobiere. Ich mag Musik, Essen und Kochen, Improvisations-Theater und Fotographie. All dies beeinflusst mich.

Frage 8:
Welche Frage wollten Sie schon immer einmal beantworten, wurden aber noch nie gefragt?

Wer ist Strunz?

Allgemeines zu Ihrer Person:

Seit wann beschäftigen Sie sich mit der Online-Welt?
1995 habe ich Wirtschaftsinformatik abgeschlossen und war bereits zuvor Online.

Wer ist Ihr Online-Vorbild? Wer hat Sie beeinflusst?
Viele Arbeitskollegen bei Namics die zu privaten Freunden wurden.

Wie lange sind Sie beruflich/privat pro Woche online?
In der Nähe von immer. Ich glaube nicht an die Trennung von beruflich und privat bei Online. Dort agieren Menschen, und alle Aspekte verschmelzen.

Ihre allgemein favorisierte Website?
Wahrscheinlich die Google-Suche.

Ihre privaten Interessen (optional)?
siehe Frage 7

Ihr aktuelles Desktop-Motiv auf Ihrem Büro-PC?
graublaue Fläche

Ihr Twitter-Account?
jstuker

Was stand in Ihrem letzten Tweet?
Maturaarbeit «bloggerfilm» von Michael Eugster: http://vimeo.com/17227977

Auf welchen Follower sind Sie stolz?
???

Anmerkung der Redaktion:
Übrigens, Jürg Stuker hat heute Geburtstag. Glückwunsche auch gerne hier als Kommentar… ;)

Alle weiteren Interviews finden Sie hier: Web Analytics Europa’s MONTAGS-Interviews

twitterlinkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.