Web Analytics bei comScore

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Sitestat ist jetzt „comScore Digital Analytix“ – Digital Analytix ist nicht nur ein neuer Name, sondern der Beginn, neue, leistungsfähige Funktionen in die Plattform zu integrieren

In Kürze wird Sitestat in comScore Digital Analytix umbenannt. comScore hat Zielgruppen-Messungen für spezifische Märkte, eine nochmals verbesserte Benutzeroberfläche einschließlich flexiblerer Gestaltung, eine fortschrittliche Grafik und Visualisierung sowie eine intelligentere, schnellere Interaktion durch einen vereinfachten Workflow. Im Februar werden für die zahlreichen Kunden mehr Details und Trainingsmöglichkeiten zur Erklärung dieser Veränderung bereit gestellt.

comScore Digital Analytix - vorher als Sitestat bekannt

Unique Visitors und Unique Browsers
Diese Integration stellt für comScore eine Chance zur Festigung seiner Position dar und beantwortet letztendlich eine Debatte innerhalb der Webanalyse-Community – die unterschiedliche Definition des Begriffs „Unique Visitors“ in der Online Marktforschung und der Web Analytics Branche.

Im Gegensatz zu den aus dem Panel abgeleiteten Metriken, hat die Branche weitgehend erkannt, dass aufgrund von Problemen, wie dem Löschen von Cookies und zunehmender Nutzung von vielfachen Geräten, Unique Visitors in der Web Analytics-Umgebung nicht als wirkliche Besucher gerechnet werden. Folglich benennt comScore innerhalb Digital Analytix die Unique Visitors Metrik in Unique Browsers um. Die Definition ist wie folgt:

Die Anzahl der nicht gedoppelten Browser Ihrer Website. Jeder Browser wird nur einmal in der Unique Browser Metrik für den Reporting Zeitraum gezählt.

Es besteht weitgehend Einigkeit unter den Industrie-Organisationen, wie ABCe und IAB, dass sich die digitale Landschaft ständig weiter entwickelt und die Zahl der Geräte, die die Menschen an einem Tag nutzen, weiter ansteigt, dass die sogenannten individuellen Besucher von Web Analytics-Produkten, in der Tat nicht individuell sind und dass Unique Browser diese Metrik am besten beschreiben.

comScore glaubt, dass eine klare Definition der Unique Browsers und Unique Visitors Metrik innerhalb der Zielgruppen-Messung und Webanalyse Potenzial für tiefere Einblicke und Synergien bieten wird, wenn die beiden in Verbindung miteinander verwendet werden.

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23. MONTAGS-Interview – Heute: Eike Harms

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Web Analytics Europa interviewte Eike Harms, genauer Prof. Dr. Eike Harms, den Präsident der Fachhochschule Wedel, die als erste Hochschule einen eCommerce Studiengang anbietet

Eike Harms im Interview bei Web Analytics Europa

Eike Harms, geboren 1971, studierte Maschinenbau und schloss als Diplom-Ingenieur ab. Später promovierte er zum Dr.-Ing. und stieg bei PricewaterhouseCoopers ein. Danach arbeitete er knapp 5 Jahre bei IBM im Bereich Business Consulting Services, bis er 2008 an die Fachhochschule Wedel wechselte und dort bis heute tätig ist.

Web Analytics Europa: Beschreiben Sie bitte den neuen Studiengang eCommerce an der FH Wedel.

Prof. Dr. Harms: Bei dem Studiengang E-Commerce handelt es sich um einen konsekutiven Studiengang. Der Bachelorstudiengang verknüpft vom ersten Semester an die Lernpfade Informatik und Betriebswirtschaftslehre mit dem Lernpfad E-Commerce. Die Studierenden lernen die E-Commerce spezifischen Prozesse und deren betriebswirtschaftlichen Hintergründe kennen, lernen diese zu analysieren, zu bewerten und zu gestalten und im Hinblick auf Anwendungssysteme zu optimieren. Der Masterstudiengang rückt dagegen die strategische Bedeutung des E-Commerce in den Mittelpunkt.

Hier sollen innovative Techniken und Führungsqualitäten vermittelt werden. Der Informatikschwerpunkt verlagert sich zu jungen Technologien mit perspektivischer Relevanz für den E-Commerce. Die Studierenden bauen ein Urteilsvermögen im Umgang mit Innovationen auf. Der Masterstudiengang ist auch in Teilzeit zu studieren.

Web Analytics Europa: Wie kamen Sie zu dem heutigen Beruf? Welchen Werdegang haben Sie genommen?

Harms: Nach dem theoretisch geprägten Studium des Maschinenbaus, war ich bestrebt schnell umfangreiche Praxiserfahrungen zu sammeln und habe daher zunächst in der IT-Beratung bei PwC begonnen. Aus anfänglich geplanten 2-3 Jahren sind dann mit einem Wechsel zu IBM insgesamt 10 Jahre geworden. In den letzten 3 Jahren habe ich dabei allerdings zunächst im Projekt und dann während eines Sabbaticals an meiner Promotion gearbeitet. Während meiner beruflichen Laufbahn hatte mein Vater mir immer die Möglichkeit offen gehalten, auch an die private FH Wedel zu wechseln. Mit der glücklichen Fügung eine Promotionsmöglichkeit zu finden, entschied ich mich dieses Privileg zu nutzen. Mein beruflicher Hintergrund stellt für mich ein ideales Fundament meiner heutigen Tätigkeit dar.

Web Analytics Europa: Wie kam die Zusammenarbeit mit OTTO zustande? Welche Mehrwerte kann OTTO hier einbringen?

Harms: Die Zusammenarbeit ist historisch gewachsen. Zahlreiche Studenten haben ihre vorgeschriebenen Betriebspraktika bei der Otto Group absolviert, oft ist daraus auch eine Diplom- bzw. Bachelor- oder Master-Arbeit entstanden. Da die Studenten intensiv von unseren Professoren begleitet werden, entstanden so automatisch fachliche Kontakte zu den jeweiligen Betreuern im Unternehmen.

In einem nächsten Schritt hat die Otto Group uns gegenüber erwähnt, dass für ihre IT-Abteilung der Bedarf an gut ausgebildeten Berufsanfängern wächst. Bedenkt man vor welche Anforderungen die Otto Group im elektronischen Handel und der gesamten vor- und nachgelagerten Logistikkette steht, verwundert dieses nicht. Aus diesem Bedarf resultierten erst ein Stipendienmodell und später intensive Gespräche über den Online Handel. Schnell haben wir gesagt: Ja, wir machen einen Studiengang E-Commerce!

Web Analytics Europa: Die ganze Branche jammert über zu wenig Fachpersonal. Erwarten Sie einen großen Ansturm auf die Absolventen Ihres ersten eCommerce Jahrgangs? Stehen Headhunter schon Schlange?

Harms: Der Studiengang E-Commerce trifft den Puls der Zeit! Daher möchte ich Ihre Fragen gerne mit einem deutlichen „Ja“ beantworten. Schüler haben noch Zeit sich bei uns zu bewerben, aber das Interesse der Wirtschaft ist jetzt schon enorm hoch. Viele Unternehmen wollen bereits die Studienanfänger kennen lernen, über Stipendien fördern und an ihr Unternehmen binden und sind nicht bereit darauf zu warten, dass die Studierenden sich mit Ihrem Abschlusszeugnis bei der Konkurrenz bewerben.

Web Analytics Europa: Wissen Sie, welche Fachrichtungen Ihre Studenten gewählt hätten, wenn nicht dieser neue Studiengang angeboten worden wäre?

Harms: Viele hätten sich wohl für Wirtschafts- oder Medieninformatik beworben. Hier rechnen wir auch mit Kanabalisierungseffekten. Allerdings glaube ich, dass E-Commerce auch eine neue Klientel anspricht. Eine Klientel, welche im sich im ersten Schritt nicht für einen Informatikstudiengang entschieden hätte, aber Informatik auch nicht negativ besetzt sieht. Viele, die in jungen Jahren noch keine ausgeprägten Interessen entwickeln konnten und daher weniger spezialisierte Studienrichtungen wie beispielsweise die Betriebswirtschaftslehre bevorzugen, werden sich aufgrund der Aktualität, die das Thema E-Commerce hat, für diesen Studiengang begeistern können.

Und diese Aktualität ist nicht nur Hype sondern wird auch längerfristig unsere Gesellschaft und die Art wie wir Geschäfte betreiben prägen. Die Hürde, welche in der Informatik sicherlich besteht, werden meiner Einschätzung nach viele in Kauf nehmen. Und wir helfen den Studierenden gerne dabei diese Hürden zu meistern. Darin habe wir Erfahrung.

Web Analytics Europa: In unserem letzten Gespräch sagten Sie, dass Sie noch den verantwortlichen Professor für die Fachrichtung suchen. Sind Sie fündig geworden? Welches Profil vereint der neue Kollege?

Harms: Wir haben bereits einige vielversprechende Bewerbungen bekommen und starten nun die Bewerbergespräche. Allerdings such auch die Wirtschaft händeringend nach guten Leuten mit fundierten Kenntnissen im E-Commerce. Das erschwert unsere Suche. Eine Professur bietet jedoch deutlich mehr Freiheiten sich fachlich zu engagieren und gleichzeitig viel Freude bei der Arbeit mit jungen Menschen. Daher bin ich zuversichtlich, eine kompetente Person zu finden.

Web Analytics Europa: Wo sehen Sie eCommerce im Jahr 2020?

Harms: Die IT-Durchdringung wird sich sicherlich in allen Lebensbereichen weiter fortsetzen, sei es im Ambient Assisted Living, im Bereich Mobilität oder eben im Bereich Commerce. Der Kunde will sowohl die Bequemlichkeit und die Informationsvielfalt des Internets als auch das Einkaufs- und Produkterlebnis des stationären Handels nutzen – und am besten gleichzeitig. E-Commerce wird sich weiter in Richtung Mobile Commerce bewegen und das Mobiltelefon sich wohl als zusätzliche Zahlungsmethode etablieren. E-Commerce, welches heute einen Schwerpunkt bei Textil und Unterhaltungselektronik hat, wird sich bei weiteren Produktgruppen etablieren. Zukünftig werden wir weniger nach Produkten suchen; die Produkte werden uns finden und mit Ihnen die Informationen und Anwendungen, welche wir benötigen um diese Produkte für uns zu bewerten oder zu nutzen. Wenn dieses ohne Abstriche beim Datenschutz erfolgt, ist das eine begrüßenswerte Zukunft. Spannend wird bleiben, wie man Informationen bei der zunehmenden Datenflut objektiv bewerten und Fehlinformationen erkennen kann.

Allgemeines:
Seit wann beschäftigen Sie sich mit der Online-Welt?
Seit ich meinen ersten Internetanschluss habe, also ca. seit 1998.

Wer ist Ihr Vorbild? Wer hat Sie beeinflusst?
Ich mag Vorbilder nicht besonders. Ich picke mir lieber die guten Seiten der Personen heraus, die ich kenne und schätze und versuche, diese Charaktereigenschaften mit mehr oder weniger großem Erfolg für mich zu adaptieren.

Wie lange sind Sie beruflich/privat pro Woche online?
Da das Internet auch mit meinem beruflichen Alltag fest verwoben ist, fällt eine Trennung zwischen online und offline Zeit zunehmend schwerer. Viel Berufliches geht offline gar nicht mehr. Wenn ich das lesen und schreiben von E-Mails heraus rechne, bin ich jeden Tag ca. 1 Stunde im Internet und ein klein bisschen weniger in unserem Intranet unterwegs.

Ihre allgemein favorisierte Website?
http://www.zeit.de/studium/index gibt mir einen guten Überblick über Neuigkeiten aus dem Bildungswesen.

Ihre privaten Interessen?
Typisch norddeutsch: Segeln und Skifahren. Jede Adventure Sportart begeistert mich.

Ihr aktuelles Desktop-Motiv auf Ihrem Büro-PC?
FH Wedel.

Ihr Twitter-Account?
Ich bin „Late Adopter“ und habe noch kein eigenes Nutzerkonto eingerichtet.

Das vorangegangene MONTAGS-Interview mit Jürg Stuker finden Sie hier: 22. MONTAGS-Interview auf Web Analytics Europa.

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Web Analytics Nutzung früher – heute – morgen

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Während es bereits Diskussionen über die Verwendung von Web Analytics Budget und deren Entwicklung in der Verteilung gab (siehe: 70-30 Regel) möchte ich hier die Verwendung der Analyse im Zeitraffer darstellen

Die Zukunft ist alles. Jedenfalls (auch) aus Web Analytics Sicht. Denn nur in der Zukunft und für die Zukunft sind Verbesserungen möglich, nur in der Zukunft kommt es zur gesamten Entfaltung des technischen und beratenden Potenzials rund um Web Analytics, Tool und Beratung (seien diese Berater nun selbständig, in einer Agentur oder direkt beim Hersteller beschäftigt).

Während in der Vergangenheit (und teilweise auch heute noch erschreckenderweise) Web Analytics als Seitenaufrufs-Übersichts-Maschine wahrgenommen und eingestzt wird, kommt es in der Gegenwart zum Glück auch zu strategischem Einsatz und Verbesserungen der Website und deren Inhalte aufgrund von Beobachtungen und Erkenntnissen aus der Web Analyse. Aber noch nicht genug.

Die Entwicklung des Web Analytics Einsatzes nahezu komplett weg von Pixel-Statistik hin zu „strategischer Website-Verbesserungsbetrachtung“ ist entscheidend für den Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens mit Online-Relevanz.

Eine Betrachtung über die Zeit sollte wie folgt aussehen:
Web Analytics Development Modell by Ralf Haberich

Dies ist natürlich nur mit entsprechendem Fachpersonal möglich. Und der Verankerung von Web Analytics im Management Board, so wie es von fortschrittlichen eCommerce Unternehmen oder Online-Business Modellen bereits angewandt und gelebt wird.

Konzentration auf Optimierungsvorgänge ist entscheidend
Die ganz große Schraube kann nur noch in wenigen Fällen gedreht werden, um zu Verbesserungen zu gelangen. Viele kleine Online-Rädchen und Wissens-Schrauben müssen gedreht und begutachtet werden, um zu Optimierung zu gelangen. Viele kleine Vorgänge sind notwendig, um das Gorße Ganze optimal zu entwerfen.
Wissens-Schrauben in der Web Analyse

Die detailliertere Nutzung von Web Analytics für die Website ergibt sich unter anderem aus den drei folgenden Haupt-Faktoren:

(Online-)Wettbewerb
Während die Zahl der Online-Shops und Online-Darstellunge täglich wächst, ist es immer schwieriger sich in Art und Umfang vom Wettbewerb zu unterscheiden

Social Media
Durch neue Kanäle und Plattoformen wie Social Media wird eine ganzheitliche Betrachtung des Kundenkontakts und Klickverlaufs Pflicht. Über die eigene Website hinaus, übergreifend und in Echtzeit.

Mobile
Das stationäre Internet hat ausgedient. Natürlich nicht vollends und noch lange nicht in entscheidendem Maße, aber die Zukunft gehört dem Online-Kanal. Ohne das Wissen der Nutzerschaft in diesem Kanel ist der Verlust von Marktanteilen und Kontaktstellen vorhersehbar

Weitere Kriterien und Entwicklungen wie Online-Videos, Retargeting, Behavioral Targeting etc. sind hier ebenfalls zu nennen, haben jedoch weniger Einfluss auf die Notwendigkeit eines installierten Web Analytics Radars.

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Happy Birthday Web Analytics Europa

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Heute vor 4 Jahren schrieb ich den ersten Blog-Eintrag – Happy Birthday Web Analytics Europa

Nun, knapp 750 Einträge und fast 700.000 Seitenaufrufe später ist also erneut ein Jahrestag für Web Analytics Europa.

Web Analytics wird 4

Vielen Dank für die Treue, Kommentare, Gastbeiträge und Interviews. Ich freue mich mit Euch/Ihnen auf die Berichterstattung der nächsten kommenden Ereignisse rund um Web Analytics.

Web Analytics wird 4

Hier der Link zum ersten Artikel: Web Analytics Europa Artikel Nummer 1

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