Web Analytics Anforderungen nicht ausgeschöpft

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Auf der Website der internetworld.de wurde vor einigen Tagen eine Umfrage zur Anforderung an Web Analytics veröffentlicht und zur Abstimmung eingeladen

Leider ist das Ergebnis aus meiner Sicht sehr enttäuschend, bzw. noch nicht so weit entwickelt, wie ich es mir gewünscht hätte. Bei der Web Analytics-Umfrage nahmen bisher 133 Personen teil und kamen zu folgendem Ergebnis:

Web Analytis Umfrage der internetworld.de

Die überwiegende Mehrheit (der Schnittmenge aus internworld.de-Leser, Web Analytics Anwender und Umfrageteilnehmer), nämlich fast 50% nutzen Web Analytics immer noch, um NUR PageImpressions und Visits zu zählen.

Das ist erschreckend und lässt nicht auf einen professionellen Umgang und die vollständige Nutzung der Web Analytics Lösung schließen.

Optimistischer wird die Betrachtung des Ergebnisses bei Rang 2: kanalübergreifendes Tracking. Auch wenn wir schon alle lange nicht mehr „tracken“ sondern „analysieren, auswerten, messen, …“ Hier haben wahrscheinlich viele eCommerce Experten ihren Haken gesetzt, da in der Sparte Online-Handel am schnellsten verstanden wurde, dass der falsche Kanal Umsatz verhindern, der richtige Kanal aber den Umsatz deutlich steigern kann.

Überraschenderweise ist das aktuelle Hype-Thema Social Media fast ebenso stark vertreten wie die bereits bekannten Themen des A/B und MVT Testings. Das liegt sicher am aktuellen Trendstatus.

Leider muss man auch Kritik an der Umfrage selbst üben, denn die Antwortmöglichkeit „Klickverhalten abbilden“ ist mir zu allgemein und fasst theoretisch fast alle anderen Antworten zusammen.

Rubriken wie
– Usability-Optimierung
– Alerting Funktion
– Management-Entscheidung
– Kontrolle der Key Performce Indikatoren
– Erreichung der Website- und Unternehmensziele
hätten ebenso relevanten Wert bei der Ergänzung der Antworten gehabt.

Gerne würde ich Sie aber auffordern, ebenfalls dort abzustimmen, um zu schauen, wie die Entwicklung der Antworten bei 50 oder 100 mehr Antworten dargestellt wird, auch wenn es dann natürlich immer noch nicht repräsentativ ist:

Web Analytis Umfrage der internetworld.de

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Bachelor-Studiengang eCommerce mit Web Analytics and der FH Wedel

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Während der letzten Jahre wurde über fehlenden Nachwuchs geweint, nun hat endlich eine Fachhochschule die Lücke entdeckt und bietet den ersten E-Commerce Studiengang an: FH Wedel

Ab dem Wintersemester 2011/2012 bietet die FH Wedel in Kooperation mit der Otto Group den deutschlandweit ersten Studiengang E-Commerce an. Damit ist OTTO wieder ein Vorreiter im Bereich eCommerce. Erst vor kurzem hatte OTTO gemeinsam mit der Agentur tredne das Trendbook eCommerce herausgegeben und damit großes positives Aufsehen erregt.

FH Wedel mit Studiengang E-Commerce

Hier ein Auszug des Statements von Prof. Dr. Eike Harms, dem Präsident der FH Wedek zum neuen Bachelor-Studiengang E-Commerce (der auch zum Master ausgebaut werden kann):

„Mit der Otto Group den deutschlandweit ersten konsekutiven Präsenzstudiengang für E-Commerce zu schaffen, stellt für uns an der FH Wedel eine optimale Erweiterung unseres Studienangebotes dar.

Mit unseren Informatikstudiengängen und der Betriebswirtschaftslehre haben wir bereits ein fantastisches Fundament, welches wir im neuen Studiengang zielgerichtet nutzen. Mit der Otto Group Stiftungsprofessur und ausgewählten Lehraufträgen können wir uns noch weiter im Thema E-Commerce spezialisieren.

Nicht nur unsere eingeschriebenen Studierenden sind neugierig geworden. Auch das gesamte Kollegium ist von der Erweiterung begeistert. Bei der Betreuung von Abschlussarbeiten erwarten unsere Professorinnen und Professoren spannende Themen und neue Impulse für die eigenen Interessensgebiete. Das ist für alle ein echter Motivationsschub.

Der Markt für Absolventen im E-Commerce boomt in unvergleichlicher Weise. Man muss sich nur einmal anschauen wie viele Apps inzwischen im B2C und B2B nachgefragt werden. Mobile Commerce ist nicht mehr nur ein Buzzword sondern füllt sich mit Inhalten. Hier gibt es viel zu tun und noch ein großes Potenzial in der Wirtschaft.

Die Zeitspannen, in denen man so ein Alleinstellungsmerkmal halten kann, haben sich aber deutlich verkürzt. Die Hochschulen sind flexibler geworden. Da fühlt es sich ganz gut an, wenn ich die Entwicklung fortführen kann und zudem mit der Otto Group einen Partner gefunden habe, der uns auch zukünftig hilft, Nachahmer auf Distanz zu halten.“

Web Analytics Studiengang an der FH Wedel

Es freut mich, dass die Online-Welt nun auch immer mehr Einzug in die gute „alte Welt“ hält und sich fortschrittliche Hochschulen diesem Ausbildungssektor und Zukunftsberufsmarkt nicht verschließen. Eine weitere Info zum Studiengang hier: Intelligent Analysieren.

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Web Analytics Europa 2010 & 2011 – in eigener Sache

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Web Analytics Europa freut sich rückblickend über ein erfolgreiches Blog-Jahr – 2010 kamen deutlich mehr Besucher

2010 war ein gutes Web Analytics Europa-Jahr.

Neben so manchen Neuerungen wie Gastautoren, ZAHL des Monats, neuen MONTAGS-Interview-Fragebögen und deutlich mehr Fachartikeln, konnte auch die Anzahl der Leser gesteigert werden.

Web Analytics Steigerungszahlen - Grafik

Web Analytics Europa wächst und gedeiht

Gerne würde ich die stillen Tage „zwischen den Jahren“ nutzen, um neues Feedback von Ihnen zu erhalten. Welche Neuerungen sollen ausgebaut werden, welche Themen noch stärker beachtet?

Neuerungen ausbauen?
Gastautoren
ZAHL des Monats
MONTAGS-Interviews
Web Analytics Fachartikel

Themen ausbauen?
– Eventkalender
– Online-Marketing allgemein
– Interviews und Statements
– Agentur-Vorstellungen
– …

Danke für Kommentare, Anregungen und Feedback. Als Gastautor können Sie sich hier bewerben (bitte senden Sie Thema, Summary und Vita).

Guten Rutsch.

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Offener Web Analytics Weihnachts-Wunschzettel

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Lieber Web AnalytiXmas-Mann, ich möchte Ihnen hier einen öffentlichen Weihnachts-Wunschzettel zukommen lassen – keine Angst, bei der Realisierung der Wünsche hoffe ich nicht auf den 24. Dezember, sondern auf das gesamte Jahr 2011

Web Analyse feiert Weihnachten 2010

Ich wünsche mir für 2011 weniger Web Analysten Klassentreffen in Deutschland und mehr Web Analysten Anwenderkongresse, bei dem echter Mehrwert kommuniziert wird. Ja, ich wünsche mir also auch mutigere Anwender, die von ihrem Erfolg berichten (wollen). (In der Niederlande wird dies zum Beispiel gut gemacht).

Ich wünsche mir einen intensiveren Einsatz der Webanalyse, also auch Spaß an der Web Analytics Arbeit.

Web Analytics Weihnachten 2010

Ich wünsche mir mehr Berufsbezeichnungen wie Web Analyst oder Online Analyst, so dass ich sehen kann, dass auf C-Level Ebene verstanden wurde, dass diese Disziplin eine wesentliche und relevante für das (Online-)Geschäft ist. Eine beeindruckende Liste hat sich in Stepstone bereits angesammelt: Web Analytics Jobs.

Ich wünsche mir die Zusammenführung von soziodemographischen Merkmalen und Panel-Informationen mit Web Analytics Daten. Aber da bin ich sehr zuversichtlich… (comScore übernimmt Nedstat).

Web AnalytiXmas-Mann

Ich wünsche mir die Rückführung der Konzentration auf das Wesentliche (trotz allem Hype und Berechtigung um Schlagworte wie Social Media, Targeting etc.). In erster Linie also das Wissen um die Website-ZIELE, abgeleitet aus den Unternehmenszielen. Ziele müssen nicht nur verfolgt, sondern vorher auch (im Team) definiert werden.

Ich wünsche mir mehr Gastbeiträge in diesem Blog, so dass mehr Anwender oder verwandte Disziplinen wie Usability, Testing, Optimization zu Wort kommen. Gerne können Sie sich hierfür mit mir in Verbindung setzen. Den Anfang machte André Morys als KIT (Kompetenter Internet Tausendsassa).

Weihnachtswünsche für Web Analytics

Ich wünsche mir mehr Erfolgsdruck in Marketing- und eCommerce-Abteilungen, so dass Budgets nur dann genehmigt und verteilt werden, wenn fundierte Zahlen hierzu eine Grundlage bilden. Ich wünsche mir also noch mehr Erfolg für die Online-Branche, auch wenn erst vor kurzem die positive Nachricht kam, dass im Versandhandel bereits mehr als 60% des Umsatzes durch den Online-Kanal entstehen – der Bundesverband des deutschen Versandhandels ist zu recht stolz.

Ich wünsche mir vor allem, dass meine Leser frohe Weihnachten und einen entspannten Rutsch ins (Online-)Jahr 2011 erleben.

Danke, lieber Web AnalytiXmas-Mann.

Herzlichst,
Ihr Ralf Haberich.

PS: Ich bin gespannt, ob meine 7 Thesen für Web Analytics 2011, die ich im Januar 2010 bereits aufgestellt hatte, in Erfüllung gehen: (bei den folgenden Thesen sehe ich bereits eine Bestätigung in 2010: 2, 3,4,6 und 7).

Weihnachten ist auch für Web Analytics relevant

Hier der offene Weihnachts-Wunschzettel als pdf:

Web Analytics Weihnachtswunschzettel als Brief

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1. Web Analytics MOVIE … and Action!

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Nachdem wir in einem der letzten MONTAGS-Interviews hier auf Web Analytics Europa über Web Analytics SONGS lesen durften, nun das erste (offizielle) Web Analytics MOVIE

In den Hauptrollen ein Comic-Web Analyse Experte, der Tipps gibt, wie man mit entsprechenden Regeln und Kenntnissen MEHR aus Web Analytics rausholen kann – für sich selbst und das eigene Unternehmen.

Zwecks Internationalität das ganze in englisch (und bereits auf Youtube erschienen)

Golden Rules for your Web Analytics Life

Der Web Analytics Film ist in Anlehnung an die 11 Golden Rules to Love Web Analytics gedreht worden. Welche Regeln und Tipps möchten Sie noch hinzufügen?

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Neues Web Analytics Ranking von idealobserver (früher Einkaufsführer Web Analytics)

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Frank Reese hatte vor einiger Zeit den selbst erstellten Einkaufsführer verkauft – nun gibt es vom Nachfolger addsugar ein neu erstelltes Ranking

Addsugar hat die jüngsten Ergebnisse seiner Vergleichsstudie vorgelegt. Nach einer neuen Bewertung der in Deutschland verfügbaren, professionellen Web-Analytics-Tools konnten haben die Systeme von Omniture, Webtrends und Econda die ersten Plätze eingenommen. Coremetrics und etracker wurden im Ranking nicht einbezogen.

Das Ranking soll Unternehmen eine neutrale und unabhängige Quelle zur Vergleichsmöglichkeit von professionell einsetzbaren Web Analyse Tools bieten. Für den IdealObserver hat das Düsseldorfer Beratungsunternehmen AddSugar 80 Webanalyse Systeme auf über 300 Merkmale hin überprüft und in Bezug auf 230 Kriterien verglichen. Diese werden in den Gruppen Dashboards, Segmentierung, Tests und Surveys, Datenerfassung, Systemflexibilität und Datensicherheit zusammengefasst. Für das Gesamturteil werden die Kriterien gewichtet und zusammengezogen.

Der Site Catalyst konnte sich wie im Vorjahr den vorderen Platz im Ranking des „IdealObserver“ sichern und das Konkurrenzprodukt Webtrends auf den zweiten Platz verweisen. Die beiden Systeme liegen nah beieinander, wobei Webtrends eine größere Menge an Daten erfasst, während sich der Site Catalyst flexibler in der Dashboardeinrichtung zeigt. Der Econda Monitor konnte den Drittplatzierten des letzten Jahres vom Podest verdrängen.

Durch die Umstrukturierung und die letzten Übernahmen (dieser Blog berichtete) konnte Coremetrics nicht teilnehmen (?). Nach eigenen Angaben wird das Unternehmen bei der nächsten Erhebung wieder dabei sein.

Datenschutz für deutsche Anbieter wichtig
Datenschutz bleibt in der Webanalyse ein wichtiges Thema. Die deutschen Datenschutzbeauftragten haben weiter Google Analytics betreffend des Datenschutzes der IP-Adressen im Visier, allerdings ohne dabei auf harte juristische Urteile oder Gesetze zurückgreifen zu können.

Web Analytics Bewertung 2010 und 2011

In manchen Jahren wurde die Platzierung ausgesetzt – 2010 ist sie wieder eingeführt worden

Google selbst hat eine Option zur Anonymisierung des Traffics eingeführt und bietet den Besuchern eine Opt-out-Möglichkeit. Die professionellen Anbieter aus Deutschland haben sich inzwischen fast alle von neutralen Instanzen hinsichtlich der Datenschutzkonformität prüfen lassen, während die amerikanischen Anbieter ebenfalls IP-Löschungen anbieten und entsprechend gesetzeskonform arbeiten.

Trends & Social Media
Als Trend der vergangenen zwölf Monate lässt sich laut Addsugar die Erweiterbarkeit der Systeme ausmachen. Neben der klassischen Webanalyse können Zusatzmodule wie Testing, Befragungen, Kampagnentracking, Mousetracking usw. aufgesetzt werden – Bei einigen zum Grundpaket, bei anderen als kostenpflichtiges Zusatzmodul.

Web Analytics Ranking 2010

Partner zur Abdeckung der Bereiche Testing, Social Media, soziodemographische Daten oder Befragungen werden mit Schnittstellen angebunden. Einige Anbieter stellen beides zur Verfügung: Modul und Partner. Der Bereich des Social Media Monitorings ist im Gegensatz zur Webanalyse eher eine Datensuche. Viele Webanalyse Anbieter decken dieses Segment mit Partnern ab. So ist der Monitoring-Anbieter Radian6 u.a. Partner von econda, Nedstat und Mindlab. Webtrekk setzt auf die Lösung von B.I.G. Omniture hat mit Collective Intellect, Lithium, Numeric Customer Experience Management, Overtone, Radian6, Red Door insgesamt sechs offizielle Partner. SAS bietet mit der SAS Social Media Analytics eine eigene Lösung, die eine Schnittstelle zu SAS Web Analytics besitzt.

Neben dem inhaltlichen Vergleich gibt es auch eine grafische Gegenüberstellung auf idealobserver:

Web Analytics Tool Vergleich

Die letzte Studie von Forrester zur Wettbewerbsbetrachtung finden Sie hier:
Forrester Web Analytics Studie

Leider fehlt auch in dieser idealobserver-Übersicht erneut die detaillierte „menschliche Bewertung“, also die Service-, Support-, Schulungs- und Consultingleistungen, die aus meiner Sicht entscheidend für eine ganzheitliche Analyse sind und bei Nedstat von 100% aller Neukunden in 2010 angefragt und eingesetzt wurden. Im März nächsten Jahres werden aber auch weitere Kriterien aufgenommen, um die Bewertung zu vervollständigen.

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22. MONTAGS-Interview – Heute: Jürg Stuker

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Web Analytics Europa interviewte Jürg Stuker, den CEO von Namics zu aktuellen Themen im Internet und Vorzeige-Projekten sowie privaten Interessen.

Juerg Stuker auf Web Analytics Europa

Jürg Stuker studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Zürich und war studienbegleitend angestellt in der Finanzanalyse bei der Bank J. Vontobel & Co. AG. Mitarbeit IT und später Informatikleitung bei einem Handelshaus für Rohbaumwolle, danach Entwicklungsleiter „Neue Technologien“ und Projektleiter für Integrationsprojekte bei der Polynorm Software AG. November 1999 bis September 2004 Partner von Namics und als CTO verantwortlich für die technologische Basis.

Wichtige Arbeitsgebiete umfassen „Accessibility“ (behindertengerechte Online-Angebote), Information Retrieval / Suchmaschinentechnologie und -optimierung, hochskalierbare Systemarchitekturen und Social Software.

Seit November 2004 CEO von Namics. Jürg Stuker ist Verwaltungsrat der Schweizerischen Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte, Verwaltungsrat von Swisscontent und Präsident der Technologiejury bei BestOfSwiss Web.

Frage 1:
Beschreiben Sie bitte das Kerngeschäft Ihres Unternehmens.

Namics ist Projektdienstleister und macht Unternehmen im Internet erfolgreicher. Wir bieten Konzeption, Umsetzung, Kommunikation und Betrieb von Online-Lösungen Aus seiner Hand und mit einem betriebswirtschaftlichen Fokus.

Frage 2:
Welches aktuelle Projekt ist so spannend, das Sie davon berichten möchten? Welche Ziele wurden verfolgt und wie ist das Ergebnis? (Gerne mit Screenshots etc.)

Vor einigen Tagen erblickte www.eon.de mit einem Kommunikationsfokus das Licht. Dabei stammt die Konzeption, Kreation so wie auch der Content von Namics. Oder das Projekt www.geldverstaendlich.de (von der Commerzbank), in welchem wir die technische Umsetzung des CMS-Systems (FirstSprit) verantworten. Oder der erste Online-Shop des grössten Schweizer Detailhändlers unter www.melectronics.ch mit einer umfassenden Prozess- und Backendintegration (SAP, Hybris und Cellum).

Neue Website von E.ON - Konzept von namics

Frage 3:
Welche Key Performance Indikatoren sind für Ihre Kunden generell wichtig? (Bitte keine „es kommt darauf an“-Antwort…)

Wichtig ist der Zusammenhang mit geschäftlichen Zielen. Bei Commerce-Projekten ist es Cost per Lead und Cost per Sale für die Werbemassnahmen, durchschnittliche Warenkorbgrösse, Marge auf dem Einkauf und Quelle der Kaufaktion (onsite und offsite) sowie Metriken zum Kunden selbst wie Newsletter-Anmeldung und Kategorieinteresse. Bei Kollaborationssystemen sind es andere Indikatoren.

Frage 4:
Welche aktuelle Online-Entwicklung verfolgen Sie mit großem Interesse und halten Sie auch für die nächsten Jahre noch als relevant?

Anwendungen die sehr stark von Kontext des Users abhängen. Beispielsweise mobile Anwendungsfälle wie „bored now“, „repetetive now“ oder „urgent now“ und die Herstellung des Kontext selbst. Also Geocodierung, Zeitabhängigkeit und soziales Netzwerk. Implizit damit verbunden sind mobile Endgeräte die in der Nutzung mit dem User verschmelzen, von ihnen also nicht als Computer wahrgenommen werden. Ausserdem die Thematik der kanalübergreifenden Datennutzung insbesondere bei Produktdaten.

Frage 5:
Wo sehen Sie Ihr Unternehmen 2020? Mit welchen Herausforderungen werden Sie dann konfrontiert sein?

Ui 2020 ist weit weg – ich weiss doch nicht mal, was in 5 Minuten geschieht ;-) Im Rahmen unserer Strategie ist klar, dass technische Artefakte in den Hintergrund rücken. Begriffe wie E- oder Internet sind verschwunden, da die Existenz von Online und die Funktion der Systeme selbstverständlich sind. Es werden Geschäfte gemacht und kommuniziert, der Kanal ist zweitranging und Online wahrscheinlich primär. Zudem ist es klar, dass die Wichtigkeit von Dialogmedien und –systemen über leicht erreichbare Netzwerke noch höher und somit in den meisten Unternehmensprozessen verankert ist.

Für Namics bedeutet das, dass unser Mitbewerberumfeld breiter ist und unsere Leistungen unternehmenskritischer.

Frage 6:
Auf welchen Portalen/Blogs etc. informieren Sie sich?

Ausgangspunkt ist sehr häufig das Namics Intranet in welchen alle Mitarbeiter als Filter funktionieren und auf spannende Artikel und Quellen hinweisen. Zudem folge ich auf den sog. sozialen Plattformen vielen Personen, deren Aussagen ich schätzen gelernt habe, und den Blogs aller Namics-Mitarbeiter. Nicht von Interesse sind für mich Aggregatoren und Firmennews.

Frage 7:
Welche Themen aus Ihrem privaten Umfeld haben direkten Einfluss auf Ihren Beruf?

Ich verbringe gerne viel Zeit mit Menschen, höre zu und bin so neugierig, dass ich fast alles ausprobiere. Ich mag Musik, Essen und Kochen, Improvisations-Theater und Fotographie. All dies beeinflusst mich.

Frage 8:
Welche Frage wollten Sie schon immer einmal beantworten, wurden aber noch nie gefragt?

Wer ist Strunz?

Allgemeines zu Ihrer Person:

Seit wann beschäftigen Sie sich mit der Online-Welt?
1995 habe ich Wirtschaftsinformatik abgeschlossen und war bereits zuvor Online.

Wer ist Ihr Online-Vorbild? Wer hat Sie beeinflusst?
Viele Arbeitskollegen bei Namics die zu privaten Freunden wurden.

Wie lange sind Sie beruflich/privat pro Woche online?
In der Nähe von immer. Ich glaube nicht an die Trennung von beruflich und privat bei Online. Dort agieren Menschen, und alle Aspekte verschmelzen.

Ihre allgemein favorisierte Website?
Wahrscheinlich die Google-Suche.

Ihre privaten Interessen (optional)?
siehe Frage 7

Ihr aktuelles Desktop-Motiv auf Ihrem Büro-PC?
graublaue Fläche

Ihr Twitter-Account?
jstuker

Was stand in Ihrem letzten Tweet?
Maturaarbeit «bloggerfilm» von Michael Eugster: http://vimeo.com/17227977

Auf welchen Follower sind Sie stolz?
???

Anmerkung der Redaktion:
Übrigens, Jürg Stuker hat heute Geburtstag. Glückwunsche auch gerne hier als Kommentar… ;)

Alle weiteren Interviews finden Sie hier: Web Analytics Europa’s MONTAGS-Interviews

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