Drittes deutschsprachiges Buch zu Web Analytics

twitterlinkedin

Hier kommt das dritte Buch zu Web Analytics in diesem Jahr – Webtracking à la Carte

Gestern erhielt ich das Rezensionsexemplar von „Die Kunst des Webtrackings“, ein neues Buch zu Web Analyse. Auf insgesamt knapp 300 Seiten beschreibt hier mal ein Autor aus der Praxis (ehemals Verantwortlicher für Web Analytics bei der Deutschen Bank) das spannende Thema. Zur Seite steht ihm die Sichtweise „Tracking-Spezialisten“ auf Agenturseite.

Das Buch wird als Ratgeber für Webtracking à la Carte beschrieben und die Assoziation mit dem Food-Bereich wird (auch wenn es oft seltsam anmutet) konsequent durchgezogen. So beschreibt sich zum Beispiel einer der Autoren als Sternekock für Web Analytics Menüs oder Überschriften wie „Das Auge isst mit“ berichten über Darstellungsformen von Web Analytics Kennzahlen.

Das Buch gibt auf den ersten Blick einen guten Einblick in die Welt der Analyse, die Tool-Vorstellung und Auswahl ist jedoch aus meiner Sicht sehr subjektiv und begrenzt gewählt. Aber immerhin werden auch Neueinsteiger der Web Analytics Welt wie DC Storm Deutschland gelistet. Ein Schelm, der denkt, dass nur weil der Geschäftsführer von DC Storm der Lektor des Buches war, hier eine Verbindung bestehen möge.

Web Analytics Buch in deutscher Sprache

Der lustige O´Reilly Verlag bildet ja immer Tiere ab. In der finalen Ausgabe prangt ein Moschushirsch auf dem Cover statt einer Spinne

Hier eine weitere Meinung von Blogger-Kollege Patrick Ludolph zum Buch.

Sicherlich lesenswert und eine gute Ergänzung zu der bereits bestehenden Lektüre, da eine neue Sichtweise zum Tragen kommt: Web Analytics Buch Nummer 3

twitterlinkedin

Web Analytics in Österreich

twitterlinkedin

Vor kurzem erneuerte ich meine Übersicht zu den Web Analytics Lösungen bei DAX-Unternehmen – nun gibt es auch eine Übersicht der Web Analytics Tools für die Top 100 Unternehmen in Österreich

Deutsche und österreichische Top-Unternehmen haben größten Nachholbedarf bei der effizienten Web-Nutzung
Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie des Unternehmensberaters e-dialog. Rund 43 Prozent der im Deutschen Aktien Index (DAX) gelisteten Unternehmen verwenden keine passende Webanalyse-Software und tappen deshalb bezüglich des Kunden-Verhaltens auf ihren Internetseiten völlig im Dunkeln. Etwas besser schneiden im Vergleich die Unternehmen des österreichischen Aktienindex ATX ab: rund 50 Prozent analysieren den Web-Traffic. Dieses Desinteresse an der Effizienz des Internet-Auftritts führt dazu, dass Unter¬nehmen das Geld aus dem virtuellen Fenster werfen. Darüber hinaus offenbart die Studie grobe Mängel bei der Ethik: Gleich 67 Prozent der Unternehmen, die geeignete Webanalyse-Programme ver–wenden, klären User darüber nicht auf oder verstoßen gegen Nutzungsbedingungen der Anbieter.

Web Analytics in Deutschland und Österreich

Web Analyse Nutzung im DAX und Österreichs Aktien Index

Folgende Tools kommen in den Top 100 Unternehmen Österreichs vor:

Web Analytics Tools in Österreich

Siegfried Stepke, Geschäftsführer von e-dialog, Initiator des Webanalyse-Reports 2008 und bereits Interview-Gast für den Blog „Web Analytics Europa„, meint zu der Untersuchung: „Die Ergebnisse sind ernüchternd. Viele Top-Unternehmen behandeln Webanalyse stiefmütterlich und übersehen dabei, wie viel Geld sie damit verlieren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollten diese Potentiale aber voll ausgeschöpft werden.“

Die komplette Web Analytics Untersuchung finden Sie zum kostenlosen Download hier: Web Analyse Report. e-dialog will lediglich Ihre Kontaktdaten.

Das Web Analytics Klischee besagte bisher, dass UK und Niederlande ca. 1 Jahr in der Entwicklung und Anwendung voraus sind (verglichen mit Deutschland) und dass Österreich ein Jahr hinter Deutschland liegt. Schön, dass Klischees nicht immer Bestand haben können, denn diese Untersuchung kann belegen, dass die Top-Unternehmen in Austria Web Analytics deutlich häufiger auf der Agenda haben als die Deutschen…

twitterlinkedin

Web Analytics 2008 – Vorhersagen eingetroffen?

twitterlinkedin

Am 19. Dezember 2007 habe ich Vorhersagen / Vermutungen über die Web Analytics Branche für 2008 angestellt – was wurde Realität?

Ziemlich genau vor 1 Jahr ließ ich mich zu Vorhersagen für das Jahr 2008 hinreißen. Diese finden Sie hier noch einmal aufgelistet und dahinter gleich die Erkenntnis, ob es auch so geschah.

1.) Der eine oder andere Anbieter, der bereits auf Verkaufstour (gewesen) ist, wird sich vom Markt verabschieden / die ersten Übernahmen werden auch bei deutschen Anbietern stattfinden > Das war wohl zu sehr ins Blaue getippt. Naja, IndexTools und Moniforce sind eben nicht aus Deutschland…

2.) Mobile Analytics wird der neue Hype für das kommende Jahr: Mobile Marketing benötigt
Web Analytics Lösungen > Aber hallo, also 1 Punkt für den Wahrsager…

3.) Der Web Analytics Markt wird um ca. 35% wachsen und damit stärker als in Europa und der Welt > Aus meiner Sicht und meinen Gesprächen mit Wettbewerbern ebenfalls Realität geworden, 2. Punkt für den Wahrsager…

4.) Ein Verdrängungswettbewerb wird langsam entstehen, da die Relevanz von Web Analytics hierzulande bereits 2007 begriffen wurde > Schwierig zu messen, aber die Jahre zuvor war es noch so, dass man selbst bei großen Unternehmen das Theme erst platzieren musste. Heute ist folgende Situation: bereits ein Tool gekauft aber wenig im Einsatz oder noch nicht fertig implementiert (mmmh, welchen Anbieter könnte ich hier meinen…) und der potenzielle neue Anbieter muss erneut von der Notwendigkeit von Web Analytics überzeugen, also halber Punkt für die Wahrsage…

5.) Performance wird ein noch entscheidenderes Kriterium und benachteiligt lokale Anbieter aufgrund nicht vorhandener Server-Landschaft, bzw. zwingt diese zu hohen Investitionen > Performance ist sicher eins der wesentlichen Themen bei großen Web Analytics Anwendern, lokale Anbieter rüsten eifrig und umfassend nach, siehe Webtrekk. Ein weiterer Wahrsagungspunkt…

6.) Das erste deutschsprachige Buch zu Web Analyse wird veröffentlicht und landet im Amazon-Ranking auf einem guten Platz > Ja, das erste. Und das zweite. Und das dritte. Punkt für die Wahrsage-Kugel…

7.) Headhunter für Online Business werden sich weiterhin eine goldene Nase verdienen, da der Fachkräftemangel in Marketing & Vertrieb weiter anhält > Und ob. Auch dank XING… Punkt für das Orakel…

8.) Die OMD erhält einen noch stärkeren Web Analytics Anteil und die Fläche der Web Analytics Anbieter wird die 100qm-Marke deutlich überschreiten > Und zwar bei weitem mehr als 100qm. Dieses Jahr waren auf der OMD ja schon Omniture, etracker und Nedstat größer als 100qm. Punkt!…

9.) Niemand will ernsthaft eine Web Analytics Lösung ohne Beratung sowie weiterer zusätzlicher Leistungen („Out-of-the-Box Lösungen verlieren an Relevanz, Individualisierung wird stärker gefragt) > Nicht wirklich 100% zu bejahen, da Google Analytics weiterhin auf Erfolgskurs ist. Abgesehen von Datenschutzthematiken. Aber Individualität spielt auch nur bei großen Unternehmen eine Rolle. Je größer die Kenntnis der eigenen Website und je genauer die Zielformulierung desto eher wird ein Custom-Modell in Frage kommen. Kein Punkt hier…

10.) Die amerikanischen Anbieter bekommen weitere Probleme bezüglich Support, eröffnen also weitere
kleine Zweigstellen > ja. Punkt!…

So, das ergibt also bei 10 erreichbaren Punkten immerhin 7,5 Punkte. Nicht sooo schlecht.
Was werden die Trends 2009? Jemand eine Idee bzw. ein Konzept? Razzorsharp? Würde mich über eine rege Diskussion freuen, zum Thema „Web Analytics 2009“. Danke.

 

twitterlinkedin